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Twitterweinverkostung #twv 8.2 Ses’fikile Folklore 2005


Der zweite Wein des südafrikanischen Pakets wollte am Montag verkostet werden. Nach dem vollschlanken  Chenin Blanc war ich schon gespannt, was der Cabernet Blend (65% Cabernet Franc und 35% Cabernet Sauvignon ) wohl so drauf hat.

Hintergründe zu den schwarzen Winzerinnen, die den Wein produzieren, können auf MarcoDatinis wein-welt  nachgelesn werden.
Deswegen komme ich gleich zum Wein. Am Montag, dem angesetzten Verkostungstermin zeigte sich der Ses´fikile noch ein wenig garstig. Die Nase war dominiert durch rauchige Holzaromen, einzig Paprika und Teer schafften es kurzzeitig ihr Haupt mal kurz über die Bretterwand zu hieven, aber dies auch nur bedingt. Wir waren aber einhellig der Meinung, dass sich hinter dem Waldbrand was richtig leckeres verbirgt. Also entgegen meiner Natur habe ich, die noch zu zwei drittel gefüllte Flasche wieder in die Kühlung.
Am darauf folgenden Tag hatte sich der Wein dann irgendwie mal kurz hingelegt, also nix war´s. Der dritte Tag aber ließ ihn wie Phoenix aus der Aschewolke entsteigen und mich mit Genuß die Flasche leeren.

Um es mit den Worten von zwei Hessen zu sagen:

Did you know man, that the woman who invented the Ses´fikile, was a black women. And she did well !

MarcoDatini über # twv 8.2

Bezugsquelle: http://www.lunas-delikatessen.de/

Twitterweinverkostung #twv 8.1 Chenin Blanc 2008 Vineyard Selection - Kleine Zalze

Heute in einem Monat, also am 11.Juni, beginnt die Fussball Weltmeisterschaft in Südafrika. Was bot sich also mehr an, als eine #twv mit südafrikanischen Weinen zu veranstalten. Lunas Delikatessen aus Bayreuth stellt das WM - Paket.

Am gestrigen Abend war der erste Wein an der Reihe. Wie immer wird zuerst der Weißwein verkostet. Es handelt sich um einen im Barrique ausgebauten Chenin Blanc vom Weingut Kleine Zalze aus dem Anbaugebiet Stellenbosch.

Aufgrund der ausgewiesenen 14,5 Vol. % und einer ´Vorwarnung´ der Weinlounge, habe ich den Wein noch ´kampfkaraffiert´, also einige Male von Karaffe zu Karaffe geschüttet, was ihm keinesfalls geschadet hat. Der Wein hat ein kräftiges Goldgelb. In der Nase dominierten bei fast allen Teilnehmern zu Beginn Alkohol und überreifer Apfel, welcher mich stark an Berentzen Apfellikör erinnerte. Dem folgten im Laufe des Abends noch oxidative Noten, Bortritys, nussige Aromen, eingekochte exotische Früchte, Honig und deutlich wahrnehmbare Noten des Holzfasses. All das ließen auf einen fetten, alkoholischen Wein schließen und so war dann auch sein Auftritt im Mund. Vollschlanker Körper, kandierter Bratapfel mit anhaltender brandiger Schärfe auf der Zunge, resultierend aus dem hohen Alkoholgehalt. Mit zunehmender Temperatur zeigte sich noch eine auffällige Bitternote im Abgang.
Da ich persönlich ja mehr der Kabinett Typ bin, war das für mich schon zuviel des Guten. Der Wein ist mir eindeutig zu ´fett´, schwer und alkoholisch und kann aus diesem Grund nur bedingten Trinkspass erzeugen. Dem Großteil der Mittrinker erging es ähnlich.

Fazit: Sehr spezieller Wein, sowas muss man schon mögen, mir ist es doch ne Spur zu heftig.
Aber wir haben ja noch einen zweiten im Paket, welcher hoffentlich mehr Anklang findet.
Trotzdem schon mal Gruß und Dank an Stefan Sattran von Lunas Delikatessen, ich freu mich auf nächste Woche !

Hier nochmal der Link zur #twv Seite, da gestern Abend doch wieder einige Probleme mit Reihenfolge und Uhrzeit hatten  #twv - Twittertasting Infos.

Links:

marcodatini über die #twv 8.1

Foradori Teroldego Rotaliano 2006 - Foradori


Als Elisabetta Foradori Mitte der 80er Jahre in die Fußstapfen ihres frühzeitig verstorbenen Vaters stieg, hatte sie eine Vision. Diese Vision hieß Teroldego Rotaliano. Sie war felsenfest davon überzeugt, dass die alte trentiner Rebsorte das Potential besitzt, um große Weine hervor zu bringen. Und Sie behielt Recht damit. Über 20 Jahre harte Arbeit in der Erforschung der Klone, Anlage neuer Weinberge und Ertragsreduktion machen sich bezahlt. Ihr Erstwein, der Granato, gehört mittlerweile zu den Besten seiner Art und ist weit über die Grenzen Italiens hinaus gesucht. Elisabetta Foradori gebührt nun der Ruhm, der Retterin der Teroldego.

Es gibt aber auch einen bezahlbaren und sehr ansprechenden Zweitwein aus dem Hause Foradori, mit gleichlautendem Namen. Auch dieser ist zu hundert Prozent aus der Rebsorte Teroldego.
Gestern habe ich die erste Flasche des 2006er, der vor 2 Jahren direkt am Weingut erworbenen Kiste, geöffnet. Stimmt nicht ganz, eine Flasche haben wir an gleichen lauen Oktober Abend in Bologna geöffnet. Der Wein war da aber noch sehr verschlossen und darum landete der Rest für 20 Monate in meinen Keller.

Zu Beginn holzwürzig, rauchig, kräutrig in der Nase, gepaart mit reifen Brombeeren. Er riecht, neben der doch schon sehr reifen Frucht, nach einem Stück Fleisch, welches man ihn einem feuchten Erdloch geräuchert hat. Also  rauchig, fleischig, vegetal irgendwie. Liebstöckel hatte ich kurzzeitig auch mal auf dem Schirm. Man merkt, dass der Foradori lange Zeit im Holz geschlummert hat, das legt sich nach einer Zeit aber. Dekantieren schadet ihm keinesfalls. Das Ganze ist auf jeden Fall sehr einladend. Auch am Gaumen weiß er zu entzücken. Eine fröhlich tänzelnde Säure, gepaart mit leicht trocknenden Tanninen begleiten den saftig, schmelzigen Tropfen in ein feuchtfröhlich-fruchtiges Finale.
Eine sehr ansprechende Sache, gerade am Beginn seiner Trinkspaßmachphase. Einzig sollte man, aufgrund der doch recht reifen Frucht, die Temperatur des Weins nicht zu hoch kommen lassen, dann wirkt er ein wenig marmeladig. Das ist aber auch das einzige, dass ich auszusetzen habe.

Ab Hof damals € 13,50, gute Preisleistung

#buy #store

Pinot Noir Bolinas 2005 - Würtz - Weinmann

Er ist vermutlich die bekannteste Person in der deutschen Web - Twitter - Facebook - Bloggerszene. Über die Aktivitäten von Dirk Würtz brauche ich wohl hier nicht viele Worte verlieren, ihn kennt sowieso jeder, der diesen Blogeintrag liest.
Bei all seinen Aktivitäten im Web ist und bleibt Dirk Würtz aber immer noch ein Weinmacher.
Leider liest und hört man von seinen Weinen nicht all zu viel im Netz, zu Unrecht, denn bevor ich den Blogggwart persönlich kennen lernte, kannte und trank ich schon einige Jahre seine Weine.

Am Wochenende habe ich mir eine Flasche des Flaggschiffs, den Pinot Noir Bolinas, gegönnt. Ich habe mir sogar Notizen gemacht, aber mein Junior hat die wohl aufgegessen, oder so.
Auf jeden Fall ist das Zeug schweinelecker. Er hat die Eigenschaften, welche ein Pinot für mich vereinen sollte. Eleganz und Kraft, dies gepaart mit einer  Süffigkeit, die es einem schwer macht, diesen Wein über zwei oder mehr Tage zu trinken, denn die Flasche war sowas von schnell leer :-).

Ich kann nur jedem empfehlen, falls noch nicht geschehen, mal einen Pinot Noir von Dirk Würtz zu probieren, der 2005er Bolinoas ist leider nicht mehr erhältlich. Ich habe zum Glück noch ein paar Flaschen.

€ 25,-  nicht billig, aber man bekommt viel lecker Wein dafür.

Hier gibts den kleinen Bruder, welcher fast genau so gut ist und günstiger.

#fett #drink

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