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Twitterweinverkostung #twv 17 Weingut Willi und Peter Kaul

Das bereits seit 2006 bloggende, sowie   twitternde Weingut Willi und Peter Kaul aus Hackenheim in Rheinhessen, an der Grenze zum Anbaugebiet Nahe, sagte mir bis zu den ersten TwitterWineAwards im Sauernheim  im letzten Jahre nichts. Dort aber, sowie auch bei der Folgeveranstaltung an der Mosel, konnten die Weine überzeugen und gehörten mit zu den Besten und blieben  mir nachhaltig in Erinnerung. Trifftige Gründe Peter Kaul für die Teilnahme an der #twv zu gewinnen.

Wie immer starteten wir in der letzten Woche mit dem Weißwein, dem Hackenheimer Kirchberg Riesling 2009 aus der Spitzenlage des Weinguts. Diese liefert lt. Aussage des Winzers, aufgrund des schweren lehmigen Bodens, kräftig und dichte Weine. Dies kann ich bestätigen, der Riesling hatte eine starken Auftritt und kam fast durchwegs gut an. Mir gefielen die Pfirsich - Mandarinennoten getragen von dem doch robusten Körper sehr gut. Der doch recht hohe Restzucker von über 8 Gramm waren dem einen oder anderen Mittrinker vielleicht ein wenig zu viel, wurden aber durch die ausgeprägt frische Säure sehr gut abgefedert und die beiden ergänzten sich nahezu ideal. Dies ist kein Meditationswein an dem man sich in Rage schnüffelt, sonder einfach ein sauleckerer Riesling, bei dem auch ich als bekennender Trockentrinker, aufgrund der Süß-/Säurebalance, Gefallen gefunden habe, und der mich wieder ein Stückchen meiner ´Zuckerallergie´ abbauen lassen konnte. Ich bin überzeugt, dass der Wein einiges an Alterungspotenzial besitzt und sogar noch fast zu jung zum trinken ist. Ich habe mir eine Sixpack geordert, welches erstmal bis nächstes Jahr in den Katakomben des Donschen Anwesens verschwindet.

Fazit: Für um die € 7,- kann ich den Wein uneingeschränkt empfehlen, Zuckerschwänzchen inklusive !

An der gestrigen Verkostung des Rotwein Junge Reben konnte ich leider nicht teilnehmen. Der Wein hat wohl sehr polarisiert. Ich bin gespannt und werde den Wein aber zeitnah seiner Bestimmung zuführen und nachfolgend meinen Senf nachreichen.

Auf Euer Wohl !


P.S. Hier der Link zu dem nächsten Paket # 18

Link: Der Direttore über den Hackenheimer Kirchberg Riesling

Pinot Noir Bolinas 2005 - Würtz - Weinmann

Er ist vermutlich die bekannteste Person in der deutschen Web - Twitter - Facebook - Bloggerszene. Über die Aktivitäten von Dirk Würtz brauche ich wohl hier nicht viele Worte verlieren, ihn kennt sowieso jeder, der diesen Blogeintrag liest.
Bei all seinen Aktivitäten im Web ist und bleibt Dirk Würtz aber immer noch ein Weinmacher.
Leider liest und hört man von seinen Weinen nicht all zu viel im Netz, zu Unrecht, denn bevor ich den Blogggwart persönlich kennen lernte, kannte und trank ich schon einige Jahre seine Weine.

Am Wochenende habe ich mir eine Flasche des Flaggschiffs, den Pinot Noir Bolinas, gegönnt. Ich habe mir sogar Notizen gemacht, aber mein Junior hat die wohl aufgegessen, oder so.
Auf jeden Fall ist das Zeug schweinelecker. Er hat die Eigenschaften, welche ein Pinot für mich vereinen sollte. Eleganz und Kraft, dies gepaart mit einer  Süffigkeit, die es einem schwer macht, diesen Wein über zwei oder mehr Tage zu trinken, denn die Flasche war sowas von schnell leer :-).

Ich kann nur jedem empfehlen, falls noch nicht geschehen, mal einen Pinot Noir von Dirk Würtz zu probieren, der 2005er Bolinoas ist leider nicht mehr erhältlich. Ich habe zum Glück noch ein paar Flaschen.

€ 25,-  nicht billig, aber man bekommt viel lecker Wein dafür.

Hier gibts den kleinen Bruder, welcher fast genau so gut ist und günstiger.

#fett #drink

St. Antony Pre Tasting II. Rotschiefer & Weißer Burgunder 09

Ich hatte ja schon ganz vergessen, dass da noch was nachkommt. Unverhofft kommt oft, also ran an die Flaschen.
Der 08er vom Rotschiefer konnte ja bei den Twitter Wine Awards schon überzeugen und einen Award einheimsen.

Rotschiefer Riesling 2009

Eher mit angezogener Handbremse und mit einer eindeutigen  gelbfruchtigen Pfirsich-, Zitronennase, stellte er sich erst mal ein wenig schüchtern vor. Entgegen der Angabe auf dem Rückenetikett, hat der Rotschiefer doch eine auffällige aber nicht aufdringlische Säure. Er hat eigentliche alle Komponenten um ein guter Riesling zu sein, bzw. zu werden, wie Mineralität, animierende Säure und druckvolle Frucht, aber momentan stehen diese noch ein wenig neben sich und der Rotschiefer wirkt noch ungestümt. Ich bin mir aber sicher, dass sich dies in den nächsten Monaten ändern wird.

Weißburgunder 2009 

Eine Rebsorte die ich sehr mag, aber es gibt leider zu wenig wirklich gute davon. Sortentypischer Mix aus Birnen,  Quittenmarmelade.. Am Gaumen macht er ordentlich Druck, gepaart mit vollem Körper und ausgeprägter Cremigkeit , sowie gutem Standvermögen. Er erzeugt den Hauch von Spannung, welche ich beim Rotschiefer noch vermisst habe.  Der Wein wirkt jetzt schon fertig und rund und hat aktuell bei mir gegenüber dem Rotschiefer klar die Nase vorn. Guter Weißburgunder, welcher den Abend nicht überlebte, da auch meine Frau angetan war.

 Nochmals Chapeau an St.Antony für diese Marketing Aktion. Ich habe gerne teilgenommen, da mir die Idee sehr gut gefallen hat.
Von allen Weinen hat mich der Weißburgunder am meisten angesprochen.

Hier der Link zum Weingut und den Weinen:

Weingut St. Antony

St.Antony Pre-Tasting Bodenschatz & Rosè 2009

Vor einiger Zeit lud das rheinhessische Weingut St.Antony, Twitterer, Facebooker und Blogger dazu ein, zwei Ihrer Basisweine, vor dem offiziellen Verkaufsstart,  kostenlos als Pre-Tasting Paket zu ordern,  um die Weine dann zu verkosten umd via Twitter, Facebook oder Blogs darüber zu schreiben.
Die Idee hat mich sofort begeistert. Nicht aus dem Grund weil man hier ´kostenlos´ zwei Weine abgreifen konnten, sondern die Art wie hier Web 2.0 als Marketinginstrument genutzt wird und den ´Schneid´sich der Kritik von WeinOnlinern, mit frisch abgefüllten, sehr jungen Weinen, zu stellen. Meinen Respekt an St.Antony für diese Aktion, Networking vom Feinsten, so macht mir das Spaß !
Ich habe die Weine über die letzten 3 Tage verkostet, hier mein Resümee:

Bodenschatz Riesling trocken 2009
 Die Nase des Bodenschatz ist geprägt durch dominanten Duft nach Pfirsich und etwas wie Orange / Mandarine. Am ersten Tag fand ich dies auch ein wenig aufdringlich. Der Wein ist auch nicht ganz trocken und am ersten Tag war das ehrlich gesagt nicht so wirklich mein Ding. Man merkte dem Wein sofort an, dass er eigentlich noch viel zu jung ist um getrunken zu werden. Die Hefenoten sich noch sehr hef(t)ig. Eine herbe Frucht am Gaumen, sowie  Bitternote waren auch präsent. Der Bodenschatz hat relativ wenig Säure, ein Hauch Mineralik war schon auszumachen. Das Teil kam nach einigen Schlücken gleich wieder in den Kühlschrank und siehe da, über die den nächsten beiden Tage entwickelte sich der Bodenschatz zu einem harmonischen, guten Riesling, der sich innerhalb dieser Zeit schön gerundet hat. Es ist somit klar anzeigt, das Teil auf jeden Fall erstmal ein wenig weg zu legen.

Rosè trocken 2009
Anhand von nicht wenig Kohlensäure konnte auch er seine Jugend nicht verheimlichen. Auch die Nase kam noch ein wenig obstig/mostig daher, die Frucht durftet schön nach Erdbeeren und Himbeeren .Wiederum kommt die Hefe noch stark durch. Der Wein ist wesentlich weniger fruchtbetont, hat mehr Säure und wirkt dadurch erheblich frischer als der Bodenschatz. Eine Bitternote ist auch hier auszumachen. Im Nachgang sind hier auch deutlich Gerbstoffe zu finden. Jetzt schon ein guter Sommerwein, bei dem Frühlingsgefühle aufkommen. Der Wein hat sich am zweiten Tag von seiner besten Seite gezeigt. Er war um einiges runder und das mostig / hefige war so gut wie verschwunden. Da am dritten Tag schon leicht abbauend, ist hier ein Genuß nach einer kurzen Ruhephase angezeigt.

Den Bodenschatz würde ich erst 2011 anfassen, den Rosé schon in Sommer  2010 genießen. Beides gute Basisweine, die aber  noch ein wenig Ruhe auf der Flasche benötigen.

Hier können die Weine bestellt werden:

Weingut St.Antony

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Simon Atzei
sardista@gmx.de

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