Ultra Blind Best Bottle Party Vol. 13


 

Blaufränkisch, ja eh ! Von wegen - nix ja eh ! Shiraz aus Austria rockt die Bude ! Ja ! richtig gelesen, Austria, nix Australia !

Unser geschätzter MC Weinkauf (cooler Nachnahme, nicht wahr ?), wohnhaft zu Bamberg, lud zu einer roten Österreichsause. Eine adäquate Location, da 75% der Teilnehmer römisch katholischer Konfession sind, glaub ich zumindest. Aber das ist eigentlich total uninteressant.

Ganz ehrlich und unter uns: Ich hab echt wenig Ahnung von österreichischen Weinen, bin aber Veltliner, Blaufränkisch, Zweigelt und Co. gut gesinnt und habe mich auch auf die anstehenden Weine gefreut. Meine Kernkompetenz, sofern man von Kompetenz sprechen kann, also besser gesagt meine Kernpräferenz beschränkt sich aber mehr auf D/I/F. So sollte es eine sehr spannende Sache werden, bei der ich mir nicht soviel Chancen ausgerechnet habe. Vermutlich mit vielen bekannten Namen, da wir allesamt einfach zu wenig ´Geheimtips´ unserer Nachbarn kennen.
Unser Gastgeber, welcher auch immer das Thema im Vorfeld definiert, beglückte uns mit einem österreichischen Gulasch. Was jetzt daran österreichisch war, konnte ich nicht erkennen, hat aber verdammt lecker geschmeckt und von den 2-3 Kilo blieb nicht viel über.  Mehr als gesättigt und nach überschaubarer Beatmung der Weine legten wir wie immer eine Turboverkostung hin. Klingt jetzt irgendwie bescheuert, hat aber Tradition. Mehr als 2-3 Minuten pro Wein werden selten benötigt. Nach Auswertung der Bewertungen stürzen wir uns  dann wie Geistesgestörte auf die leckersten Tropfen und der Rest der Nacht wird gefeiert. Im Vordergrund steht der Spaß. Auch aus dem Grund, weil wir mit Ernsthaftigkeit nur gelegentlich aufwarten können. Trotzdem gepaart mit dem nötigen Respekt gegenüber dem Thema und den Weinen, denn wir wollen ja auch gewinnen. Und was wir da weghauen kostet ja auch ein paar Schilling.
 
So nahm die erste Österreich Blind Best Bottle ihren Lauf, welcher sich bis in die Morgendämmerung ziehen sollte.


Platz 1

Shiraz – Scheiblhofer 2009

Speckig, rauchig, intensiv, leicht stechend, mollig, süßliche intensive Frucht. Lang.
Hat mir auch sehr gut gefallen, aber nicht mein Favorit an dem Abend. Trotzdem meinen tiefen Respekt für diesen Shiraz vom Neusiedlersee. Der Eine oder Andere wird sich fragen: 
Warum Syrah aus Ö ?. Warum nicht, wenn er so schmeckt !

91,5 Punkte   ca. € 30,-

Platz 2

Leithaberg Blaufränkisch – Prieler 2007

Wie so oft habe ich meinem Wein den Sieg versaut. Porco cane ! 2 Pünktchen mehr und der Shiraz wäre eingeholt gewesen, egal. Die Eindrücke reichten von blumig bis Hammer über pappt dir den Mund zu und klebt am Gaumen  wie Loctite. Ich hab noch Acetonstich notiert. Für mich an dem Abend nur Mittelfeld.

91 Punkte   ca. € 26,-

Platz 3

Pinot Noir – Heinrich 2005

Witzige Notizen: Pinot ! Pinot ? schlank, rund, gut. Guter Pinot, viel Würze. All diese haben den Wein bei 91-92 gesehen. Der letzte Kollege bei 88 mit ländlich, Stall, Heu, eher mies, wird aber besser. So läuft´s. Für mich mit dem Scheiblhofer auf Augenhöhe.

90,5 Punkte   ca. € 25,-

Platz 4

Leithaberg Blaufränkisch – Prieler 2009

Noch mal der Prieler nur diesmal 2 Jahre jünger und hat mir wesentlich besser gefallen als der 2007. Wieder dunkelfruchtig, leicht malzig, rauchig und jugendlich, braucht noch. Tolles Zeug.

90,375 Punkte   ca. € 30,-

Platz 5

Pannobile  – Heinrich 2007

Für mich das Schlußlicht mit 87 P. Die Kollegen haben aber alle über 90 gescort. Mein Notizen: Gute Nase, dünn im Schritt und hinten raus. Ansonsten: Drückt, schöne Süße am Gaumen, schlank. War wohl ein Tick zu kühl.

90,25 Punkte   ca. € 20,-

Platz 6

Leithaberg Blaufränkisch – Nittnaus  2007

Mein Favorit des Abends. Hat richtig gerockt das Zeug, aber leider nur mich ! 92,5 P. vom Don. Hab nur geil, rassig mit topp Säure notiert. Ansonsten: Karamel, gewisse Schärfe, von echt gut bis nicht meins von den Kollegen. Schade. War ja eh ! net von mir.

89,625 Punkte   ca. € 25,-

Platz 7

Vulcano – Igler  2009

Mein zweiter Wein, der bei mir aber nur einen halben Punkt besser abgeschnitten als der Pannobile. Wieder Cuvée, wieder nicht auffallend gut. Brandig, unrund, mittelmäßig. Nicht schlecht aber die Blaufränkisch lagen mir besser.

89,25 Punkte   ca. € 20,-


Platz 8

Bela Rex – Gesellmann  2009

Dieser Wein hat den Titel ´Bester Rotwein Österreichs´ vom Falstaff erhalten. Bei uns ist er komplett durchgefallen. Ob jetzt der Wein fehlerhaft war, kann ich nicht sicher sagen. Bei den Notizen: Dominante Säure, holzig, muffig, bitter, Marzipan etc. kann das aber schon gut sein.
Hat komplett abgestunken an dem Abend. Eine Konterflasche wäre interessant gewesen.

86,625 Punkte   ca. € 35,-

Fazit:
Ein Bombenfest bis in die Morgenstunden. Auch die Weine konnten zum Großteil voll überzeugen bei durchwegs recht anständigen Preisen. Muß mich mal mehr um Blaufränkisch und Co. kümmern.

Nächste Veranstaltung war Deutschland rot mit einigen Überraschungen. Dann sind wir hier auch endlich wieder ´bei´.



Ultra Blind Best Bottle Party Vol.12

Nun haben wir das Dutzend voll. Mit dieser Verkostung, welche das Thema Rioja hatte, gehen wir schon in das vierte Jahr der Blind Best Bottle Party. Und es macht noch genauso viel Spaß wie beim ersten Mal. Leider gibt es aber auch Tage, an denen findet man nicht so richtig Zugang zu Wein. Alles schmeckt irgendwie beschränkt und der Spaß will sich nicht so einstellen wie erhofft. Diese Rioja Verkostung war einer dieser Tage, welche ehrlich gesagt bei mir sehr selten vorkommen. Aber so richtig Spaß gemacht hat mir keiner der verkosteten Weine. Das lag sicher nicht an den kredenzten Tropfen, sondern an meiner Tagesform. Aber wie wir in Franken so schön zu sagen pflegen, WOSCHD ! Da moust etz durch ! Und ich bin durch, kreuz und quer durch die Rioja und zurück !
Als Amuse Gueule gab es einige Pfund feinstes deutsches Rinderfilet, eine mitunter gute Basis für 8 Flaschen spanischen Rotwein, wie sich herausstellte.


Es geht doch nichts über ein ehrliches Stück Fleisch.
Aus ökologischen Gründen und der Fleischeslust wegen,
haben wir uns das Erhitzen des Filets erspart.
Auch Zerkleinern ist überflüssig, man kann da einfach schön abbeißen.




Gut gestärkt und professionell vorbereitet, konnten wir uns der Mission Rioja widmen. Gute Stunde Luft für die mitunter holzgeschwängerten Kandidaten war von Nöten.
Und endlich hat es auch der letzte Teilnehmer, unser geschätzter Niels, zu seinem ersten Tagessieg geschafft und darf sich für die Geschichtsbücher auf unserem Wanderpokal verewigen.


Man entschuldige mir das verwackelte Bild. Aber nach der Menge an Rioja möcht ich euch mal fotografieren sehen. 

Platz 1

Remelluri Coleccion Jaime Rodriguez 2004

Balsamisch, spritig, superwürzig, fein, Bauernhof und Blumenwiese. Ob er Grip hatte weiß ich nicht mehr. Hat durchwegs überzeugt, aber auch noch Kondition für die nächsten 10 Jahre. Der einzige Wein der es bei mir an diesem Abend über 90 P. geschafft hat.

91,25 Punkte   ca. € 50,-

Platz 2

Barón de Ley Gran Reserva "Vina Imas" DO 2004

Sehr intensive Frucht, geile Frische, lang und ging runter wie nix. Ein Gaumenschmeichler par excellence mit hervorragendem Abgang. Guter Stoff zu einer guten Rate. Empfehlung. Von mir angestellt. 

91 Punkte   ca. € 20,-


Platz 3 (2 Weine)

La Rioja Alta Gran Reserva 904 1998

Der Wein war irgendwie komplett anders. Ich wußte an diesem Tag nicht so recht was damit anzufangen. Hätte ich ihn nicht deklassiert, hätte er gewonnen. Mist, denn er war von mir. Notizen der Kollegen: süffig, gereift, vollmundig, Hauch Essig. Mein Kommentar: NoGo. Hätte, wäre, wenn, kannste runterspülen.

90,75 Punkte   ca. € 30,-

Monte Real Gran Reserva 1998

Fand ich jetzt auch nicht so berauschend. Wie gesagt schlechter Tag, aber die Kollegen fanden es eine ganz feine Geschichte, sauber. Unfaßbar ich seh gegerade, da hat doch einer ´guter Wein´ notiert. Klasse ! Ich: alkoholisch, matt, kurz und drüber. Wahrscheinlich war ich schon drüber ? 

90,75 Punkte   ca. € 30,-

Platz


Martin Cendoya Reserva 2007

Haben alle Kollegen bis auf einen bei 89 Punkten gesehen. Da gehört er auch hin. Auch hatten die meisten gleich gecheckt, daß der hier um einiges jünger sein mußte. Trotzdem feiner Rioja mit guter Länge, der einfach noch Zeit braucht.

90,25 Punkte   ca. € 20,-

Platz 6

Faustino V Reserva (Jahrgang unbekannt) 

Da war er, der SuperSchoppen aus dem Lebensmitteleinzelhandelregal. Ich darf mit Stolz verkünden, für mich der schlechteste Wein des Abends. Trotz meiner Formschwäche. Er hat aber von einem Kollegen unfaßbare 93 Punkte bekommen. Da fehlen auch mir die Worte. Meine Notizen: Holzig, derb und weg damit zu die Fische.

89,875 Punkte   ca. € 8,-


Platz 7 (2 Weine)

Remelluri Reserva 2007

Ich fand den schon recht ansprechend. Süßliche Frucht und mächtig Druck im Köcher. Stand wie ne Eins. Dies haben aber auch nur ich und ein Kollege so gesehen. Auf jeden Fall ist Remelluri schon eine Bank. Wenn ich mir demnächst was in den Keller lege, dann von denen.

89,625 Punkte   ca. € 18,-

Club Lealtanza 2005

Was klingt wie eine Afterhour auf Ibiza war der am meisten polarisierende Wein des Abends. Ich habe ihn bei 87 gesehen. Zwei von uns bei 94, bzw. 93. My taste is not your taste, amico ! Ich habe notiert (die nicht jugendfreien Wörter lasse ich mal weg). Malziger Fruchtblender und sehr kurz. So läuft´s.

89,625 Punkte   ca. € 25,-


Auch wenn es mir an dem Abend nicht so geschmeckt hat wie sonst. Die Stimmung und der Gastgeber waren wie immer vom Feinsten.

Die darauf folgende Veranstaltung war wiederum sehr spannend. Thema: Österreich rot.

Folgt alsbald.



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